
Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei rund 280 Liter pro Person und Tag.
WICHTIG: Weitere Informationen zur Trinkwasser-Qualität von Erlenbach, Küsnacht und Zollikon finden Sie unter:
www.wasserqualitaet.ch INTERESSANT: Kennen Sie die Zusammensetzung von
Mineralwasser?
Tipps "Kalkablagerung" / Entkalkung im Haushalt ? Dem Kalk kann mit einer Wasserenthärtungsanlage im Haushalt begegnet werden. Doch in den meisten Fällen sind diese teuren Geräte unnötig und umweltbelastend. Es gibt zwei verschiedene Typen von Entkalkungsanlagen in der Hausinstallation, die chemische (Ionenaustauscher) und die physikalische.
Ionenaustauscherverfahren Beim Ionenaustauscherverfahren werden Calcium und Magnesiumbestandteile im Wasser durch Natrium ausgetauscht. Die damit verbundene erhöhte Natriumaufnahme wird von Medizinern bemängelt. Ohne ergänzende Chemikaliendosierung wird zudem das Wasser agressiv und kann die Leitungen angreifen.Vor dem Einbau einer Enthärtungsanlage ist also vorerst abzuklären, ob eine solche überhaupt zwingend notwendig ist. Bei Trinkwasser ist die Enthärtung des Wassers mit einer Härte von unter 30 ºfH allgemein nicht zu empfehlen. Wird eine Enthärtung vorgenommen, soll eine Resthärte von 12 - 15 ºfH nicht unterschritten werden. Dasselbe gilt auch bei einer Teilenthärtung von Warmwasser. Die Wirksamkeit der Anlage steht und fällt mit der Wartung, wird sie nicht sachgemäss gewartet kann sich eine Enthärtungsanlage zu einem wahren Bakterienherd entwickeln und zu gefährlichen hygienischen Problemen führen.
Die Wirksamkeit von
physikalischen Enthärtungsanlagen ist umstritten.
Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) schreibt: "Über die Wirksamkeit dieser Geräte ist sich die Fachwelt nicht einig." Die Konsequenz für Käuferinnen und Käufer: "Eine allfällige Kalk abscheidende Wirkung kann nur durch einen praktischen Versuch gezeigt werden."
Daher empfiehlt sich eine Reihe von vertraglichen Absicherungen, wenn man ein Gerät installieren möchte:
- Vereinbaren Sie eine mindestens einjährige Garantiezeit.
- Lassen Sie sich schriftlich zusichern, dass das Gerät mit Ihrem Wasser und Leitungssystem Kalk vermindernd wirkt.
- Vereinbaren Sie ein Rückgaberecht, wenn keine Wirkung festgestellt werden kann, verbunden mit der Zusicherung, dass auch die Montagekosten zurückerstattet und allfällige Kosten für Folgeschäden übernommen werden.
- Bezahlen Sie nach Möglichkeit den Kaufpreis erst, wenn die Wirksamkeit festgestellt ist. Vielleicht können Sie ein Gerät zunächst auch nur mieten, bis seine Wirksamkeit nach mindestens zwölf Monaten erwiesen ist. Um einen Unterschied ausmachen zu können, ist der Zustand der Rohre vor dem Einbau des Geräts zu dokumentieren.
Referenzen - möglichst aus dem gleichen Wasserversorgungsgebiet - sind eine gute Informationsquelle", weiss Robert Haas vom SVGW. Und weil nach seiner Erfahrung die Geräte manchmal auch erheblichen Lärm verursachen und den Leitungsdruck absenken können, gilt es, sich bezüglich dieser Punkte ebenfalls gegenüber dem Verkäufer abzusichern.
Geräte neuer Technologie In jüngster Zeit werden auf dem Markt Geräte mit neuer Technologie zur
Behandlung von Trinkwasser angeboten, sie haben das Ziel der Verhinderung der Steinbildung bei der Trinkwassererwärmung. Da sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine pauschale Aussage über die jeweils angewendeten Verfahrensprinzipien und Wirkungsmechanismen machen lässt, sollten genaue technische Merkmale bei dem jeweiligen Hersteller erfragt werden.
Wichtig für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer: Sie tragen die Verantwortung dafür, dass das von der Wasserversorgung gelieferte Trinkwasser in der gleichen Qualität im Haus verteilt wird. Deshalb braucht es in der Regel für Geräte, die ins Rohrleitungssystem eingebaut werden, eine Bewilligung von der zuständigen Wasserversorgung. Den Einbau darf nur ein dazu berechtigter Installateur ausführen.
Weiter Informationen siehe auch unter "
Fachinformationen" des SVGW (Merkblätter als PDF-Downloads)
Tipps "Rostiges oder milchiges Wasser" Wird eine Wasserentnahmestelle längere Zeit nicht genutzt, kann bei verzinkten Stahlleitungen Rostwasserbildung auftreten. Auch bei Stagnation über Nacht kann zunächst rostiges Wasser aus der Leitung fliessen. Gegen rostiges Wasser hilft meistens nur Spülen (2-3 Min. an allen Armaturen). Die Zudosierung von Chemikalien (meist Silikate oder Phosphate), die nach Theorie eine Schutzschicht in der Leitung bilden sollen, empfehlen wir nicht. Die einfachste Möglichkeit festzustellen, ob die Ursache wirklich im Haus zu suchen ist, ist in der Nähe der Wasseruhr (z.B. in der Waschküche) das Wasser zu prüfen. Sollte auch an dieser Stelle das Wasser regelmässig rostig sein, bitten wir Sie, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzten.
Rostiges Wasser ist grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich, jedoch erfüllt das Wasser aufgrund der Färbung und der geschmacklichen Veränderung nicht die Anforderungen welche wir alle an gutes Trinkwasser stellen. Rost ist chemisch stabil und wird nach Aufnahme im Körper unverändert ausgeschieden.
Nach einer Wasserabstellung bedingt z.B. durch einen Rohrbruch, kommt das Wasser nur stossweise aus dem Hahn. Es spritzt hat eine milchige Farbe (Lufteinschluss) und kann noch Sand- oder Rostpartikel aufweisen. Entlüften Sie zuerst die Wasserleitungen im Keller (Waschküche) oder über die Badewanne. Entfernen sie das Sieb am Wasserhahn und drehen (Achtung: es spritzt!) ihn langsam auf, bis sauberes Wasser ohne Luft kommt. Dann drehen Sie einen Wasserhahn nach dem anderen wenig auf und lassen das Wasser laufen, bis alle Luft im Leitungssystem entwichen ist und überall nur noch sauberes Wasser kommt.